Berlin-Alexanderplatz: Von damals bis heute1600 Das Georgentor ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für den Handel. Hierdurch gelangen die meisten Waren in die Stadt. 1681 Auf dem Platz vor dem Tor entsteht ein Viehmarkt, den man auch „Ochsenmarkt“ nennt. Auch ein Wochenmarkt wird erstmals hier abgehalten.
1700 Eine kleine Vorstadt entwickelt sich um diesen Platz: die Georgenvorstadt.
1701 Der preußische König Friedrich I. zieht durch das Georgentor, was von nun an „Königstor“ genannt wird. Aus „Georgenvorstadt“ wird ebenfalls „Königsvorstadt“.
1734 Die Berliner Zollmauer entsteht ringförmig um die Vorstädte.
1799/1800 Das Exerzierhaus des deutschen Architekts und preußischen Baumeisters David Gilly entsteht. Der südliche Teil des Platzes wird mit Bäumen vom Verkehr abgetrennt und wird als Paradeplatz genutzt. Die nördliche Hälfte bleibt weiterhin Markt.
1750 Standort der wichtigsten Wollmesse Deutschlands.
1848 Es kommt während der Märzrevolutionen zu Straßenkämpfen.
1870 Der ehemalige Festungsgraben wird zugeschüttet, um auf ihm die Berliner Stadtbahn zu errichten, die 1882 zusammen mit dem Stadtbahnhof Alexanderplatz eröffnet.
1900 Die legendären Warenhäuser von Tietz, Wertheim und Hahn entstehen. Das Kaufhaus Tietz hat mit 250 Metern die längste Kaufhausfassade der Welt.
1920 Baustadtrat Martin Wagner schlägt eine Umgestaltung des Platzes vor. Der Platz soll dem Verkehr angepasst werden und die Gebäude architektonisch vereinheitlicht werden. Ein neuer Kreisverkehr entsteht.
1941 Philip Holzmann baut im Auftrag der Deutschen Reichsbahn einen der größten Luftschutzbunker unter dem Alexanderplatz.
1945 Die letzten Kriegstage zerstören erhebliche Teile der Königs- und Georgenvorstadt, sowie viele der Gebäude rund um den Alexanderplatz.
1950 Regelmäßige Kunstausstellungen werden auf dem U-Bahnhof Alexanderplatz veranstaltet.
1961 Haus des Lehrers mit angrenzender Kongresshalle wird in unmittelbarer Nähe vom Alexanderplatz errichtet. 1964 Wettbewerb zur Neugestaltung des Alexanderplatzes wird vom Ostberliner Magisterrat ausgeschrieben. Alle Straßenbahnlinien werden demnach vom Platz entfernt oder umgelegt. Walter Womackas Brunnen der Völkerfreundschaft und die Urania Weltzeituhr sollen dem Platz mehr Aufenthaltsqualität geben. Unter anderem dient er als Kundgebungsort für Großveranstaltungen. Der Fernsehturm wird zum Ostberliner Wahrzeichen, das es als städtebauliche Dominante in dieser Form bisher in noch keiner anderen europäischen Innenstadt gibt.
1990 Die BVG organisiert mit der Neuen Gesellschaft für bildende Kunst (NGBK) erfolgreich thematische Kunstaustellungen auf den wandseitigen Werbeflächen der Untergrundstation.
1998 Die erste Straßenbahn fährt wieder über den „Alex“.
2004 Der Umbau des Centrum-Warenhauses durch den Berliner Architekturprofessor Josef Paul Kleihues beginnt (Kaufhof-Galeria). Die Gebäude werden um rund 25 Meter zum Platz hin vergrößert.
2005-2006 Das Berolinahaus wird saniert, das seither eine Filiale der C&A-Handelskette beherbergt.
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